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Fallbeispiele homöopathischer Behandlung
 
 
 
   
 

 
 

Auch wenn der Vollständigkeit halber in den Fallbeispielen Arzneien genannt werden, will ich deutlich davon abraten bei ähnlichen Krankheitsgeschichten auf diese Arzneien zurück zu greifen. Jeder Fall ist ein Einzelfall und muss repertorisiert werden.-

 
 
 
  Periodische Augenentzündung nach Abort  
 

 
 

Hallo, ich bin Petra Erpf, kenne Bettina sicher schon seit 20 Jahren durch unzählige Kurse -bin halt auch schon ein älteres Kaliber. ;-)

Es war 2008 und meine Araberstute hatte eine tolles Frühjahr mit einen Araber-Berberhengst auf der Weide. Es hatte alles geklappt und sie sollte ihr erstes Fohlen bekommen.

Doch oh Schreck es war Ende November und eines Morgen fand ich das schon vollentwickelte Fohlen tot in der Box. Wir brachten es zum Untersuchen. Dort wurde ein Streptokokkenbefall festgestellt.

Eine Woche später konnte Sahiba ihr linkes Auge fast nicht mehr aufmachen. Sie war völlig lichtempfindlich. Der Tierarzt stellte periodische Augenentzündung fest. Schrecklich!

Danach folgten 6 Wochen Behandlung durch den Tierarzt. Enorme Kosten und gebracht hat es rein gar nichts. Er probierte erst verschiedene Medikamente aus. Diverse Augentropfen,..Da er auch recht viel homöopathisch macht, wurde auch hier viel probiert: Schüsslersalz (darunter auch Natrium Phosphricum, was leichte Linderung brachte, aber nicht ausreichte) Kol. Silber,.. bis hin zu roten Beinwickeln. Ich war verzweifelt.

Da kam mir Bettina in Sinn. Sie hatte mir auch schon mal mit Sahibas Mutter geholfen. So wandte ich mich an sie und hoffte, dass sie trotz der Entfernung würde helfen können.

Eine Gabe Natrium Phosphoricum C 200, am nächsten Morgen war das Auge praktisch gut. Kein blinzeln mehr. Die Linse war gottseidank noch nicht getrübt. Aber Bettina warnte wir sind noch nicht fertig. Die periodische Augenentzündung sollte ja auch nicht mehr wieder kommen. So bekam sie sie auch noch etwas um den Streptokkokenabort besser zu verarbeiten. Sie bekam konstitutionell Calc. Phos C200 und Ustilago CM


Der Erfolg war genial. Sahiba hat bis heute keinen erneuten Anfall von der periodischen Augenentzündung gehabt!! Sie brachte ein Jahr später ein gesundes Fohlen zur Welt.

Danke Bettina

 
 
 
  Joe, alter Labrador Mix Rüde  
 

 
 

" Joe "
Mein Labradormischling wurde im Alter von 12 Jahren wegen eines Hodentumors kastriert und war danach inkontinent. Ich konnte wirklich spüren, wie unangenehm es für ihn war. Außerdem war er insgesamt was seinen Bewegungsapparat anging schon sehr verbraucht. ( Ich habe ihn 11-jährig aus einem Tierheim übernommen und er ist zuvor wohl sehr sportlich gehalten worden.)
Durch Zufall habe ich von Bettina erfahren und sie konnte meinem Hund wirklich ganz toll helfen ! Seine Inkontinenz war weg, er wurde wieder bewegungsfreudiger und aufmerksamer - seine Lebensqualität hat sich deutlich verbessert bis er dann mit 14 Jahren über die Regenbogenbrücke gegangen ist.

Gudrun Moll-Sauer, Heiligenberg

Bekommen hat Joe Tuberkulinum Koch xm und Hepar sulfuris D 30

 
 
 
  Halastjarna, geb. 78, Islandstute  
 

 
 

Halastjarna kam 1983 nach Deutschland, seit 1990 in meiner Obhut, ist seit Oktober 2010 bei Bettina in Behandlung.

Ihre Vorbehandlung ist seit 20 Jahren „klassisch“ homöopathisch, umzugsbedingt bei verschiedenen Tierärzten.

Zustand bei Behandlungsbeginn:
Sie kommt morgens allein nicht mehr auf die Füße. Nur mit großer Hilfe von uns Menschen. Danach zittern ihre Beine und Sie läuft stolpernd. Außerdem hat sie oft mit Koliken, die vom Herzen her kommen zu tun. Sie bekommt seit ca. 16 Jahren tgl. mehrmals Cralonin ( pflanzliches Weißdornpräparat).

Als erstes haben wir alle Mittel weggelassen außer Cralonin und eine Aufstellung aller Mittel die letzten paar Jahre ( oh waren das viele!) die sie bekommen hatte.

Nach ca. 4 Wochen fand Bettina ein für mich unbekanntes Mittel:

Heloderma

Und bereits eine Woche nach Behandlungsbeginn ging es Ihr deutlich besser. Das Aufstehen fiel ihr wieder leichter, und sie steht deutlich stabiler.

Nun: Seit mehr als einem Jahr hat sie nur noch ganz selten (ca. 4 x ) Unterstützung beim Aufstehen benötigt und Ihre Herzthematik ist kurz nach Behandlungsbeginn so gut geworden, dass wir vollständig auf das Cralonin verzichten können.

Keine Koliken mehr und das stolpernde Laufen ist deutlich besser, sodaß Halla sogar wieder Freude daran hat, einem jungen Mädchen ein bißchen Pferdeumgang zu ermöglichen.

Das alles war möglich, weil Bettina ein Mittel fand, dass so gut paßte!

Vielen Dank für Deine Hilfe!
Liebe Grüße
Conny

 
 
 
  Garfield –Kater 13 Jahre alt  
 

 
 

Vorgeschichte: Sporadisch Zahnfleischentzündungen, Abzesse (von Kämpfen), übergibt sich oft (auch nach Wurmkuren), hat seit einigen Monaten Schwierigkeiten auf höhere Plätze zu springen, mittleres Übergewicht (6 kg er ist jedoch sehr groß). Sehr guter Allgemeinzustand, guter Appetit, glänzendes Fell, spielt gerne. Hat seit einem Jahr Streß weil im Garten 5 Streunerkatzen untergebracht wurden und er anderen Katzen gegenüber eher ängstlich ist (Katern gegenüber) oder sie verscheucht (Katzen gegenüber).

Krankheitsverlauf:
Plötzlich starkes Niesen gefolgt von starkem Schnupfen und Augentränen und Entzündungen im Mund-Rachenraum. Garfield konnte innerhalb weniger Tage keine Nahrung mehr zu sich nehmen und auch nichts flüssig mehr auf Grund der Schmerzen. Er litt sehr und nahm extrem schnell ab. Der Tierarzt diagnostizierte (per Sicht – d.h. eine Blutuntersuchung wurde nicht gemacht – auf Grund der Vorgeschichte und weil Katzenaids in dem Alter gerne ausbricht) Katzenaids. Da ich Garfield bisher als sehr vital und überwiegend sehr gesund erlebte überraschte mich die Diagnose sehr, z.B. hatte er bisher noch nie wirklich Schnupfen oder ähnliches. Es wurden 2 verschiedene Antibiotika ausprobiert die nicht halfen. Am 6. Tag ohne Nahrung und Flüssigkeit wurde Cortison gespritzt und anschließend 7 Tage Antibiotika. 2 Tage nach dem Cortison verbesserte sich Garfields Zustand erst langsam und dann sehr rasch – nach 2 Tagen hatte er bereits wieder einen Riesenappetit. 6 Tage nach der Cortisonspritze verschlimmerte sich der Zustand wieder obwohl das Antibiotika noch immer gespritzt wurde (d.h. auch dieses Antibiotika wirkte nicht wirklich). Nach weiteren 4 Tagen war sein Zustand wieder so schlimm wie vor der Cortisonspritze, jetzt noch durch das viele Antibiotika zusätzlich geschwächt und er konnte wieder nicht mehr freßen und trinken wegen der Schmerzen. Der Tierarzt wusste auch nicht weiter sondern betonte immer wieder dass er „es halt selbst schaffen muß – sonst hilft alles nichts…“. Außer der Verordnung von ein paar homöopathische Tropfen (niedrige Potenz da der Tierarzt kein Homöopath ist und deshalb nur mit niedrigen Potenzen arbeitet) die ich Garfield nun bereits 7 Tage ohne Erfolg verabreichte wusste der Tierarzt sich keinen Rat und die Lage wurde immer verzweifelter. In der inzwischen großen Not gelangte ich über eine Freundin an Bettina.
Bettina riet mir das Mittel das ich vom Tierarzt erhalten habe sofort abzusetzen. Garfield bekam am ersten Tag zwei verschiedene Mittel der Potenz C 200. Am 3. Tag noch einmal eines der Mittel und bereits 2 Std. später fraß er wieder. Sein Zustand verbesserte sich relativ schnell und nach 1 Woche waren die Schmerzen fast verschwunden und Garfield fraß wieder normal; auch das Niesen nahm kontinuierlich ab und er spielte wieder. Wenn man bedenkt in was für einem Zustand er war ist das fast unglaublich was hier durch ein paar Globuli erreicht wurde – in einem Fall in dem die Schulmedizin nicht mehr weiterkam.

Auf Grund der weiteren Behandlung seiner psychischen Themen ist Garfield draußen präsenter und hat sich auch schon mal getraut seinen größten „Feind“ draußen ums Haus zu scheuchen. Weiteres wird abgewartet da die „Behandlung“ noch andauert.

Ich bin Bettina, auch im Namen von Garfield, sehr sehr dankbar, da Garfield dieser Erkrankung ohne Hilfe offensichtlich ausgeliefert war und vom Tierarzt als mehr oder weniger „hoffnungsloser Fall“ austherapiert wurde. Nichtzuletzt hat ihm die Behandlung von Bettina das Leben gerettet.

Andrea Rimmele, Frickingen

 
 
 
  Cushing-Ponystute, 29 Jahre, geb. 1982  
 

 
 

Uno, 2,1 (steht so im Pferdepass) kam im Oktober 2003 –überstürzt- als Begleitpferd für meinen , damals 25 Jahre alten, 130 cm großen, IsiMix mit Namen Dunan, zu uns. Uno, ein Islandpferd(Mix?) 21 Jahre alt, 140 cm groß, ganz nettes Gesicht und munter, leichtes Ekzem - mehr Informationen hatten wir nicht.
Nebeninfo: Sie ist kein Ekzemer, sondern Allergiker. Außerdem hitzeempfindlich, nicht halfterführig und hat ein Problem mit der rechten Hinterhand (vielleicht ein Unfall in jungen Jahren). Im Umgang auf der Koppel kommen wir gut miteinander aus. Sie mag Dunan nicht besonders. Naja, sie war die Nummer 2, problematisch, ungeliebt, aber gutmöglichst versorgt – wichtig!)
Im Frühjahr 2007 kam der erste Reheschub. Der damalige TA tippte gleich auf Cushing. Das zu lange, gewellte Fell und ihre „massige“ Erscheinung (Fettpolster auf Mähnenkamm und Kruppe) waren deutliche Symptome. Behandlung mit Entzündungshemmern, pflanzliches Mittel zur Unterstützung der Entgiftung, Grasdiät/Grasentzug und Hufe baden. Ab Ende Mai 2007 bekam sie eine Halbe Pergolid-Tablette am Tag. Im Oktober 2007 folgte eine massive Allergiereaktion zur Zeit der Kriebelmücken. In Bezug auf die Hufrehe aber alles wieder gut.
Nebeninfo: Trotz Grasdiät im Frühjahr, Umstellung des Zusatzfutters (nur Heucops, keine synthetischen Zusätze und keine Ergänzungsfuttermittel mit x verschiedenen Zutaten, die ein Pferd freiwillig nie fressen würde - Ingwer oder so was), keine übertriebene Hufpflege, bei der die vorgewölbte Sohle bzw. die „weiße Linie“ auf Norm-Hufe geschnitzt wird und trotz des Pergolids, bekam Uno jedes Frühjahr und einmal auch im August einen Reheschub. Ich hab das zwar jedes Mal sehr früh bemerkt, aber verhindern konnte ich es nicht.
Behandlung der Reheschübe vom TA wie oben beschrieben. Die Genesungszeit verlängerte sich jedes Jahr um ein paar Wochen. Das Fell gab es nur noch in zwei Sorten Winterfell. Hinzu kamen immer stärkere Allergiereaktionen mit starken Schwellungen an Mähnenkamm und Schweifrübe, starkes Schwitzen, eine massige „Brauereigaul“-artige Erscheinung und seit 2010 ein Wirbelsäulen- und/oder Nackenband-Problem, derart, dass Uno die Nase nicht mehr zum Boden führen kann. (Abhilfe: Futter- und Wassertonnenpodeste, Osteopathie mit nur sehr kurzzeitiger Besserung)

 
   
 
 
  Cushing Pony Uno im Nov. 2010  
 

 
 

Nebeninfo: Zur Beeinflussung des Cushing fing ich 2009 an, nach Rücksprache mit einer sehr netten Tierheilpraktikerin, Mönchspfefferextrakt (aus England importiert) zu geben – Uno mochte es nicht gern. Irgendwelche ReheEx-Wundertinkturen haben wir auch mal ausprobiert. Die Schüßler-Salze haben wir dann auch noch bemüht.
2010 erfolgte der Reheschub Anfang Mai. Uno und Dunan waren bereits seit Mitte März auf der Koppel – stark kontrollierte Grasmenge, natürlich. Wichtige Info, weil ein durch eine Stoffwechselstörung ausgelöste Rehe keine Futterrehe ist, d.h. ein totaler Grasentzug mag absolut notwendig sein, damit die Rehe ausheilen kann, aber er verhindert die Rehe nicht. (ein Dilemma, dass Leute, die Weideschutzhütten-Pferdehaltung machen und keine Reitstallanlage mit Boxen und gepflasterten Paddocks ihr Eigen nennen, vielleicht auch kennen)
Wie auch immer, die bereits genannte Behandlung vom TA schlug nicht mehr richtig an. Uno hatte Schmerzen, schwitzte, legte sich in ihren „Gefängnis“ vor den Stall in die Knallsonne. Ich erzählte in meiner Verzweiflung Bettina davon, auch dass Uno so einen fiesen Körpergeruch hat (nicht klar zu definieren, irgendwie süßlich, irgendwie nach Urin...) und das ich davon überzeugt bin, dass eine bestimmte Phase des Fellwechsels die Rehe auslöst, quasi unabhängig vom frischen Gras. Bettina nannte mir 2 Arzneien Lachesis und Thuja je C200, die ich Uno (falsch, d.h. auf ihre Mini-Heucop-Ration gestreut) am 23. Juni gegeben habe. Mittags dachte ich der Wunsch ist Vater der Gedanken und am Abend „stapfte“ Uno aus dem Stall...Es ging ihr tatsächlich besser! Eine Woche später gab mir Bettina Cimicifuga und Syphillinum mit, die ich über drei Tage auf Toastbrotstücken angereicht habe. Es folgte ein eintägiger Rückfall und dann trat sie mit sichtlich geringeren Schmerzen auf. Bedauerlicherweise wurde es Anfang Juli unerträglich schwülwarm. Uno atmete wie ein Blasebalg. (Eine Misere bei Offenstallhaltung im Sommer!, konnte nicht für Kühlung sorgen.) Ferrum Phosphoricum und zusätzliche Belüftungsmaßnahmen im Stall haben nicht geholfen. Uno hat es knapp eine Woche „ausgesessen“. Ab Ende Juli ging es ihr wieder richtig gut. Die Gabe von Cimicifuga und Syphillinum wurde Anfang August wiederholt. Uno´s Haut- und Huftemperatur erhöhte sich etwas, sonst ist nichts auffälliges passiert. Anfang September gab mir Bettina eine unbenannte Mischung von Arzneien, die nur in Ausnahmefällen verabreicht wird. Da kam wieder „Endzeitstimmung“ in mir auf. Cushing ist eben nicht heilbar! Mitte September ging es Uno zunehmend besser. Der übermäßige Juckreiz blieb, aber ihr Geruch veränderte sich, dieses eklige (mir wurde gesagt, ein Geruch, ähnlich dem, wenn ein Schwein geschlachtet wurde) war weg und sie wirkte lebendiger, klingt vermenschlicht, aber ich meine sie wirkte fröhlicher.

 
   
 
 
  Uno im Mai 2011  
 

 
 

Anfang Oktober wurde ich krank. Aus diesem Grund nahm ich Kontakt zu einer Meisterin der Homöopathie auf, die Tier und Mensch behandelt und nach Absprache mit Bettina auch die Behandlung von Uno übernahm. Details folgen an dieser Stelle nicht, jedoch zwei, für mich wichtige Info´s:
Uno bekommt das Pergolid nicht!, wurde mir gesagt. Ich (!) habe nach Anweisung eine homöopathische Verdünnung des Pergolids hergestellt und das Medikament damit „ausgeschlichen“. Es fühlte sich absolut richtig an. Uno´s Augen wurden größer und „weicher“ . Weitere Arzneien führten zu einem fast aggressiven Verhalten, einfach mehr Lebensfreude. Dann wurde sie im positiven Sinne weicher, offener. Ganz erstaunlich!
Nebeninfo: Und ich begann Uno zu mögen. Wäre sie ein Mensch, wäre ich ihr aus dem Weg gegangen, einfach nicht mein Fall, aber so langsam schlich sich ein bisschen Liebe ein, nicht nur Pflichterfüllung und Fürsorge, so ein nettes Pferdchen, wie sie ihre informationsbehafteten Toastbrotstückchen entgegennimmt. Und immer mehr nahm ich wahr, wie sie darauf reagierte. Der Gipfel war, dass ich mich dabei ertappte sie „Mausi“ zu nennen, ich, die Kosenamen ziemlich albern findet.
Uno braucht ein dickes Fell!, wurde mir gesagt. Nein, nicht wegen uns –zu denen Uno gar nicht wollte- und nicht wegen Dunan –den sie eigentlich nicht leiden kann-(siehe Einleitung dieser Geschichte), sondern wegen den Vorbesitzern. Naja, das kann alles stimmen....

Uno erlitt Ende Januar 2011 einen heftigen Reheschub –ohne Gras, ohne Fellwechsel, ohne Futterumstellung, einfach ohne erkennbaren Grund. Ich war in der Zwischenzeit soweit, dass ich mich nicht ohne Rücksprache mit meiner Behandlerin an den TA wenden wollte. Und diese war telefonisch nicht erreichbar.
Nebeninfo: Ich war in den vergangenen knapp vier Monaten in ein ohnmachtsähnliches Reagieren geraten! Sicher ist es bei einer schweren Krankheit eines „Schutzbefohlenen“ (in meinem Fall Uno und nebenbei auch Dunan und eine ganz besondere unter unseren Katzen) wichtig, mal den eigenen psychischen, schmodderigen Rucksack zu überprüfen, den jeder von uns so mit sich rumträgt. Es ist nicht auszuschließen, dass wir unsere Tiere/Mitmenschen krank machen. Beispielsweise die Überführsorge: Man stelle sich die Frage, brauche ich vielleicht ein krankes Pferd? Und wenn ja, warum? Trägt das Tier ein Problem von mir? Alles möglich, wichtig und spannend sich diesen Fragen sehr selbstkritisch zu stellen....,ABER ich möchte an dieser Stelle betonen, dass man die, in dieser abhängigen Position zum Behandler, Eigenwahrnehmung nicht verlieren sollte. Mir ist dieses „Verlieren“ passiert und zum Glück bin ich an diesem Freitag im Januar ausgeflippt und mir wurde klar, so geht das nicht!
Am Samstag habe ich Bettina angerufen, ihr die Situation knapp geschildert und sie hat die Behandlung von Uno ohne ein Versprechen auf Erfolg wieder übernommen.
Eine m.E. große Qualität von Bettina ist, dass ich als Besitzer mündig bleiben kann. Das kranke Pferd ist das Thema!
Zunächst blieb der Behandlungserfolg aus. Bettina sagte, dass ihr Pendel keine Arznei, die zur Rehe-Symptomatik passen könnte, „findet“, dennoch war Bettina da, Morgens per email, Abends am Telefon. Sie verordnete u.a. Lachesis, Nat. Phos. und Syphillinum. Der „neue“ TA und die zugehörige TÄ haben uns sehr intensiv betreut, die Medikamente wurden gewechselt. Da der Entzündungshemmer nicht mehr wirkte, wurde auf ein Sedativum umgestellt, das die Blutgefäße in den Hufen weiten soll. Als Blutverdünner bekam Uno Aspirin und da es so arg war bekam ich ein Schmerzmittel für Uno. Sie hätte es sicherlich ohne geschafft, ich aber nicht. Bei –8°C legt sich dieses zähe Pony vor den Stall (die Hütte hat 30 m², ist mit einem Holzfußboden ausgestattet, der mit Gummimatten und Stroh gepolstert wurde, theoretisch kein Problem sich da rein zu legen...). Es wurde Blut entnommen, um zu prüfen ob es eher Cushing oder diese andere Stoffwechselerkrankung (MSE, oder so) sein kann. Ergebnis: Pergolid könnte helfen, wenn´s klappt, tritt die Wirkung nach 2- 3 Wochen ein, also ab sofort eine ganze Tablette pro Tag. Ich habe die tierärztlichen Maßnahmen mit Bettina besprechen können, wertvolle Sache das! Die Gabe von Pergolid wurde von ihr bestätigt.
Schon in der ersten Februarwoche bestand eigentlich keine Hoffnung mehr. Alle vier Hufe betroffen und so starke Schmerzen. Homöopathisch bekam Uno oft ihr Konstitutionsmittel Syphillinum. Neben anderen Arzneien war NaCl in verschiedenen Potenzierung angesagt, auch Cimicifuga war häufiger dabei. Uno lag viel auf ihrem gefrorenem Strohbett vor dem Stall, ist aber immer wieder aufgestanden, um zu trinken oder Heu im Stall zu fressen. In der dritten Woche wurde es besser, habe daraufhin das Schmerzmittel runterdosiert, aber es wurde wieder unerträglich. Die TÄ meinte, was vielleicht noch helfen könnte wäre ein Aderlass oder Blutegel. (Anmerkung (nach meiner Kenntnis): Bei einer stoffwechselbedingten Rehe sind Blutegel einen Versuch wert, bei futterbedingter Rehe kann ein Aderlass besser geeignet sein.) Sie spürte auch, dass Uno noch kämpft und ich nicht aufgeben will, aber letztlich hat sie mir für das kommende Wochenende Schmerzmittel und Pergolid gegeben und dann sollte man am Montag sehen, ob man eine Entscheidung treffen muss. Von Bettina kam die Info, dass Uno den Reheschub dennoch überwinden könnte.
Nebeninfo: Und ich? – Ich hatte am Ende der dritten Woche ein „Gespräch“ mit Uno, an sich ja nichts Besonderes..... Sie lag Morgens auf ihrem Platz vor dem Stall, hat ihre Miniportion gefressen, ihre Medikamente bekommen und war einfach müde. Sie signalisierte „Ich will nur noch schlafen“. Das war deutlich. Da habe ich meine Hand auf ihren Vorderhuf gelegt und sinngemäß gesagt: O.k. am Montag lass ich Dich gehen. Und dass ich irgendeine Lösung für Dunan finde, sie kann ihn ohne Sorge alleine lassen. Und ich habe meiner Bewunderung für ihre Kraft zum Ausdruck gebracht, mich bei ihr bedankt und mich auch bei ihr entschuldigt. Etwa eine halbe Minute hat es gedauert, dann hat sie sich hochgerappelt (ein grauenvoller Anblick, wie barfuss auf Nägeln), tappte ein paar Meter und senkte den Kopf um –nicht vorhandenes- Gras zu fressen. Das war für mich die klare Ansage „Guck´ mich an! Mach weiter!“. Es gab mehrere „Gespräche“ dieser Art zwischen mir und Uno und ich erzähle diese „Abschiedsszene“, weil ich glaube, dass man zuweilen auf irgendwelche Signale angewiesen ist, die einem helfen Entscheidungen zu treffen, egal was das menschliche Umfeld oder die eigene Vernunft für richtig oder falsch hält. Und was lag näher als Uno das Signal geben zu lassen?
Montags stand Uno, zittrig, aber sie stand. Die TÄ stellte nur noch geringe Pulsation fest, kein Schmerzmittel mehr, Sedativum geringer dosiert, Pergolid weiter. Dienstagabend ging es Uno wieder schlecht. Mittwochmorgen stand sie wieder in „Kampfposition“. Samstag gut, Sonntag wieder ganz schlimm. Bettina begleitete das mit den oben erwähnten Arzneien. Dieser Wechsel zwischen Besserung und Verschlechterung von Unos Zustand setzte sich –abgeschwächt- in der vierten Woche fort. Sonntags sagte Bettina, eine, für diesen Fall, schmerzlindernde Arznei (Dulcamara) ist angezeigt. Hab´ das Mittel geholt: Montags gut, Dienstag schlecht, Mittwoch besser. Der TA war von der Entwicklung überrascht und hat mir erfreut 100 Pergolid-Tabletten gebracht. Das wird wieder!
In der fünften Woche schien es Rückfälle zu geben. Schmerz erheblich vorne rechts, am nächsten Tag nicht, dafür um so deutlicher vorne links. Bettina erklärte mir, dass das ein Zeichen von Heilung ist.
Am 8. März hab´ ich ein Filmchen von Uno aufgenommen, um es Bettina zu schicken: Tapp, Tapp, Tapp, Tapp, War was? Fünfeinhalb Wochen intensive, individuelle Betreuung! Ich denke, Uno ist ein Fall, bei dem Homöopathie, Schulmedizin, Kraft des Patienten, und –im positiven Sinne- Sturheit des Besitzers zusammen gewirkt haben und noch irgendwas, was dazwischen schwingt.
Die Frage wie weit man in das Leid gehen kann, hat mir mein Pony und mein Gefühl beantwortet. Dies war mir mit Sicherheit nur durch Bettina möglich, die sich ohne Abwehr oder Vorbehalte auf unsere Situation eingestellt hat und eben immer da war, immer bei Uno war. Egal wie´s ausgegangen ist (oder noch wird), das empfinde ich als großes Geschenk.

 
   
 
 
  Oktober 2011  
 

 
 

Uno und Dunan werden seither von Bettina betreut. Uno kann mit Dunan zusammen grasen (kontrollierte Menge natürlich!).
Nebeninfo: Ich spüre zuweilen Unos Vertrauen in mich. Dafür, dass wir uns eigentlich nicht so wirklich leiden können, mögen wir uns inzwischen ziemlich.
Aktueller Stand: Die allergischen Reaktion sind in abgeschwächter Form geblieben. Ihr Wirbelsäulen/Nackenbandproblem ist da, mal mehr mal weniger. Dieses pumpende Atmen, vor allem bei schwülwarmen Wetter, kommt (trotz Teilrasur) immer mal vor. Aber dafür keine Rehe, keine aufgedunsene, klobige Erscheinung und, ich meine, ihr überlanges Fell ist doch etwas kürzer und wellt sich nicht und sie riecht nach Pferd. Mal sehen was da noch so zu machen ist.....

Dezember 2011, Sabine

 
   
 
 
  Akim, hustender Ararber Wallach  
 

 
 

Ich besitzte seit 11 Jahren einen 20-jährigen Araberwallach, den ich bereits hustend gekauft habe. Er hustete hauptsächlich im Winter und Frühjahr. Wir achteten auf sein Heu, frische Luft und als Freizeitpferd war es viel auf der Koppel. Wenn es schlimm wurde, wurde es nach der klassischen Tiermedizin behandelt, was die Symptome linderte. Durch Zufall habe ich von Bettina gehört. Sie hat mein Pferd behandelt und seither hustet es nicht mehr. Zusätzlich geht es im Gelände gleichbleibend ausdauernd voran und es ist auch nicht mehr so schreckhaft, wie es früher sonst oft war. Danke für diese tolle Leistung! Akim hat an zwei Tagen Cal. phos C 200 bekommen.

Gudrun Moll-Sauer, 88633 Heiligenberg

 
   
 
 
     
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