Homöopathie für Tiere

Die Homöopathie ist zu meinem zweiten Beruf geworden. Ausgebildet habe ich mich u.a. bei K.G. Scharf anlässlich seiner Seminare für angehende Tierheilpraktiker in Witzenhausen.

  • In Seminaren vermittle ich die nötigen Kenntnisse zu dieser Heilmethode. Der Tierhalter ist ganz wichtig damit eine Behandlung erfolgreich sein kann. Dank seiner Beobachtungen ist es möglich die ausgelösten Prozesse zu verfolgen. Hat der Tierhalter also  Kenntnisse von dieser Heilmethode, fällt es ihm leichter die Behandlung mit seinen Informationen zu unterstützen.
  • Homöopathisch behandle ich alle Tierarten, Pferde, Hunde, Katzen, Alpaka, Hühner. Dank Anamnesebogen, Gesprächen und Bildern gelingt das auch über Distanz, die Tiere müssen also nicht hier in die Praxis kommen.

Die Heilmethode Homöopathie

Wichtig zu wissen ist, dass es sich um eine anachronistische Heilmethode handelt. Sie wiederspricht gänzlich dem Konsumverhalten unserer Zeit, denn es gilt die richtige Arznei zu finden und diese nur ein- oder ein paar wenige Male  einzusetzen. Von Seiten der Schulmedizin wird sie immer wieder in Frage gestellt, aber das ist nicht das Problem dieser Heilmethode. Die größere Gefahr besteht in der Tatsache, dass homöopathische Arzneimittel sehr oft falsch eingesetzt werden.

ANAMNESE
REPERTORISIEREN
ARZNEIMITTEL

Der Homöopath sammelt alle Symptome und die Krankengeschichte seines Patienten. Die Summe aller Symptome erfasst noch nicht das ganze Wesen, mittels der Befragung bildet sich der Homöopath sein Bild. Er befragt nach der Historie und den gegenwärtigen Auffälligkeiten. Es ist z.B. keine Auffälligkeit, dass ein Pferd anfängt zu grasen, wenn es auf die Weide kommt, aber es ist auffällig, wenn es gierig beginnt zu futtern und bald wieder aufhört. Oder ein Hund, der weniger als 15 Stunden schläft, am Tag. Auch die Krankheiten werden erfasst als Symptome.

Anamnesebogen Bettina Schürer.doc

Die gesammelten Symptome werden in einem Repetitorium gesucht. In den entsprechenden Rubriken finden sich Arzneien die dem Symptom zugeordnet sind. Diese werden notiert und am Ende erkennt der Homöopath Arzneien, die immer wieder auftauchen.
In einer Materia medica schlägt der Homöopath die Arzneien nach, welche besonders oft aufgetaucht sind. Am Ende entscheidet er sich für ein oder zwei Arzneien. Er bestimmt die Potenz und macht die Verordnung.

Krankheiten

grundsätzlich kann man sagen, dass alle Krankheiten homöopathisch behandelt werden können. Es gibt Fälle in denen eine Kombination von Schulmedizin und Homöopathie sinnvoll ist, z. B. bei Nierenerkrankungen oder Knochenbrüchen. Begleitend zu einer klassisch homöopathischen Behandlung kann auch Akupunktur, oder Akupunkt Massage nach Penzel sinnvoll sein.

Sie sehen auf Grund der erwähnten Krankheiten , dass es keinesfalls so ist, dass Homöopathie eher bei Kleinigkeiten indiziert ist. Im Gegenteil, Kleinigkeiten kann ein Organismus in aller Regel auch selbst zur Heilung bringen!

Krankheiten, die sich empfehlen klassisch homöopathisch behandelt zu werden:

Katzenschnupfen

Meist steckt eine Herpes Virus dahinter, der auch die Augen fürchterlich angreift. Nach den Prinzipien der Homöopathie behandelt, kann es gelingen diesen Virus auszuleiten und die Schäden in Griff zu bekommen. Meist kommt dabei eine miasmatische Behandlung zum Zug.

Alle chronischen Krankheiten 

Dieses Gebiet ist das bekannteste Feld der Homöopathie. Nicht selten empfehlen selbst Ärzte zu einer homöopathischen Behandlung. Der Heilungsplan erfolgt oft über eine konstitutionelle Behandlung, oder kombiniert mit einer solchen. Grundsätzlich gilt die Regel: Je länger eine Krankheit bestanden hat, desto länger wird es bis zur Heilung dauern.

Epilepsie

Epilepsie treffen wir vorwiegend bei Hunden an. Ein möglicher Ansatz in der Behandlung besteht darin nach der Ursache zu forschen. Nicht selten ist ein Einschnitt im Leben des Tieres feststellbar, um den es gilt sich zu kümmern. Das kann z.B. eine Sterilisation, Impfschaden/Impfbelastung, oder der Verlust  des alten zu Hause, bzw eines Freundes sein. Liegt kein solches erkennbares Ereignis vor, so wird der Anfall analysiert, daraus lassen sich die zu beachtenden Symptome ableiten.

Darmerkrankungen

Bekanntlich sitzt das Immunsystem im Darm, daher ist es ratsam jegliche anhaltende Verdauungsstörung ernst zu nehmen undzu behandeln. Ursächlich kommen falsche Ernährung, konstitutionelle Schwachstelle und Antibiotika Behandlungen in Frage. Auch andere Krankheiten des Tieres können sich im Darm manifestieren. Von der Ursache hängt dann die hoöopathische Behandlung ab.

Nieren- und Lebererkrankungen

Diese sind in den letzten Jahrzehnten sowohl bei Pferd, Hund und Katze häufig anzutreffen. Bei letzteren spielen oft die Trockenfutter eine entscheidende Rolle. Beim Pferd sind es eher die allgegenwärtigen giftigen Substanzen. So in Wurmkuren, Impfungen und leider auch im Trinkwasser, den Böden und gewissen Gräsern und Pflanzen. Mit homöopathischen Arzneien kann es gelingen die Belastungen auszuleiten und somit die entgiftenden Organe zu entlasten. Handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung kann es angezeigt sein in Verbindung mit z.B. Kortison zu arbeiten. Hierbei spielen auch die Hormone eine große Rolle, deren Steuerung kann homöopathisch angesprochen werden.

Herzerkrankungen

Finden wir nicht selten bei den Pferden. Zum Einen kann es sich um eine Schwäche des Herzmuskels handeln, gerade bei älteren Pferden. Dabei kann Digitalis helfen, auch, ausnahmsweise, über längere Zeit verabreicht in einer D-Potenz. Es muss aber nicht Digitalis sein, daher ist eine Anamnese auf jeden Fall ratsam. Schwierig zu behandeln sind nicht ausreichend schließende Herzklappen, insbesondere wenn dies auch unter Leistung der Fall ist. In solchen Fällen gilt es konstitutionell oder miasmatisch zu behandeln.

Arthrose, Arthritis

Die Arthritis geht der Arthrose voraus. es handelt sich um einen entzündlichen Prozess in einem Gelenk, kann auch die Gelenke der Wirbelsäule betreffen. Wenn man in diesem Stadium eingreifen kann, verhindert man Folgeschäden. Kommt es zur Arthrose, so haben wir es mit degenerativen Prozessen zu tun. Die Gelenkknorpel können betroffen sein und auch die Knochen selber. Man spricht von drei Stadien, nicht alles ist heilbar im dritten Stadium, aber es kann gelingen, dass Gelenkknorpel sich wieder aufbauen und Veränderungen an den Knochen zumindest nicht weitergehen, oder sich im besten Fall auch zurückbilden.

Wie bei allen entzündlichen Prozessen, gilt es bei einer akuten Arthritis die Übersäuerung im Auge zu behalten.

Stoffwechselstörungen

Es gilt die Ursache herauszufinden, haben wir die Ursache, können wir homöopathisch am besten intervenieren. Denn in der Hierarchie der Symptome steht die Ursache an oberster Stelle. das bedeutet, wenn wir eine Arznei aus dieser Rubrik finden, so sind wir auf der sicheren Seite.

Equine Sarkoide

Sie sind wie Warzen ein Zeichen dafür, dass der Organismus an einer Stelle nicht zur heilung kommt. Die Sarkoide, wie auch Warzen, sind Symptome eines anderen Leidens. Mittels der Anamnese gilt es dem ursächlichen Problem auf die Spur zu kommen und dieses Leiden zur Heilung zu bringen. Abhängig davon wie lange dieser Heilungsprozess  dauert, wird das Zurückbilden der Sarkoide und Warzen dauern.

Nervensystem

Wikipedia schreibt:

Das Nervensystem (lateinisch Systema nervosum) umfasst die gesamten Nervenzellen und Gliazellen eines Organismus im gemeinsamen Zusammenhang. Dieses Organsystem der Gewebetiere hat vermutlich die Aufgabe, Veränderungen der äußeren Umwelt und inneren Umgebung eines Organismus als Signal aufzunehmen, aufeinander zu beziehen und mit früheren zu vergleichen.

So kann es gegebenenfalls Veränderungen des Organismus als Reaktionen veranlassen, mit denen eine bessere Anpassung an wechselnde Umgebungsbedingungen möglich wird. Damit realisiert das Nervensystem die Reizbarkeit und Erregbarkeit eines vielzelligen tierischen Lebewesens, welche die Grundeigenschaften seines Lebens sind.

Störungen des vegetativen, motorischen  oder zentralen Nervensystems können Unfall bedingt sein, oder anderer traumatischer Natur. Auch degenerative Prozesse des motorischen Nervensystems sind möglich, In solchen Fällen ist eine miasmatische Behandlung angezeigt. Die Behandlung wird sich also auch bei Störungen des Nervensystems  nach Möglichkeit nach der Ursache richten.

Hormonelle Disfunktionen (Hypophyse, Hypothalamus, Schilddrüse)

Das Hormonsysten ist ebenso entscheidend für einen gesunden Organismus wie das Nervensystem. Disfunktionen sind sowohl pathologischer Natur, als auch geistig, seelischer. Sie können hervorgerufen als Folge einer konstitutionellen Schwäche, die wiederum konstitutionell angesprochen werden sollte mit dem entsprechenden Konstitutionsmittel. Dabei können sowohl der Hypothalamus und die Hypophyse, als auch die Schilddrüse eine Rolle spielen. Desweiteren gehören Kastrationen und die Wechseljahre zu möglichen Auslöser. Autoimmunerkrankungen, z.B. degenerative Prozesse an den Nieren, werden auch mit von Hormonen gesteuert.  In der Fortpflanzung spielen sie eine große Rolle und können mit der passenden Arznei angesprochen werden, sei es bei der Geburt, während der Trächtigkeit oder der Zeugung.

Impfbelastungen, bzw. Impfschäden

Grundsätzlich möchte ich zu bedenken geben wie oft, im Vergleich zu Menschen, Tiere geimpft werden. Nach meiner Meinung ein großes Geschäft für die Pharma und Tierärzte zum Schaden der Tiere. Im Fall von Tetanus rate ich bei Pferden zu einer Grundimmunisierung und dann Schluss. Nachweislich steigt der Titer nach einer solchen nicht weiter an, wenn alle 2- 5 Jahre nachgeimpft wird. Wird sogar jährlich geimpft, so geht der Titer sogar zurück. Wer schon länger Tiere hält und diese impfen lässt, wird sicherlich schon Reaktionen auf die Impfungen festgestellt haben. Diese können harmlos sein, aber auch gefährlich. es gibt verschiedene homöopathische Arzneien die in Frage kommen um Impfschäden auszuleiten, auch noch nach Jahren. Grundsätzlich empfehle ich zeitgleich mit einer Impfung eine Gabe Thuja M zu verabreichen. M steht für die Potenz.

Schäden an den Augen, Mondblindheit

Auch diesem Krankheitsbild können unterschiedliche Ursachen zu Grunde liegen. Mittels der Anamnese und folglich des ganzheitlich angelegten Behandlungsplanes kann es zur Heilung kommen.

Störungen in Folge von Traumata

Mit dieser Art von Störungen kommen wir zu der ganz besonderen Stärke der klassischen Homöopathie. Mit der Miasmenlehre ist Hahnemann wahrlich eine geniale Heilmethode gelungen.
Sie kommt bei meistens zum Zuge, wenn wir es mit Trauma oder genetisch übertragenen Pathologien zu tun haben.

Seminare zur klassischen Homöopathie

Seminare zur klassischen Homöopathie auf dem Reckeroder Hof

Auf Wunsch halte ich die Seminare auch gerne woanders.

Der nächste Termin am Reckeroder Hof findet am 30.03.2019 statt. 

  • Block 1 und 2 ab 10.00 Uhr
  • Info und Anmeldung gerne per email an:
  • reckeroder.hof@bettinaschuerer.de

 

Neu in Österreich, Steiermark

Grundlagen, Erste Hilfe und Konstitutionsmittel

Alpakahof von Gabriele Seeling

Info und Anmeldung: <gabi.seeling@googlemail.com>

Termin: 23./24.02.2019

 

Seminar für Fortgeschrittene: 

Vertiefen des Verständnisses an Hand von Fallbeispielen

Veranstalterin und Veranstaltungsort:

Beatrice Fetzer

 

Hier finden Sie das Buch zu den Seminaren:

 

https://www.epubli.de/shop/buch/M%C3%B6glichkeiten-klassischer-Hom%C3%B6opathie-Bettina-Sch%C3%BCrer-9783741895074/61391

http://https://www.bettinaschuerer.de/wp-content/uploads/2018/03/Anamnesebogen-Bettina-Schürer.doc.docx

Klassisch homöopathische Behandlung Ihres Tieres

Sollten Sie nicht mit Ihrem Tier zu mir in die Praxis kommen können, so gibt es trotzdem eine Möglichkeit. Zur Behandlung benötige ich ein paar Bilder, so dass ich auf einem die Augen sehen kann. Und den ausgefüllten Anamnesebogen, den Sie hier herunterladen können.